Skifahrer auf einer verschneiten Piste in den Alpen

04.02.2026

Bild von Oleksandr Pyrohov auf Pixabay

Ein klarer Wintertag, frischer Pulverschnee und das Knirschen der Skier unter den Füßen – für viele Menschen in Österreich gibt es kaum etwas Schöneres als einen Tag auf der Skipiste. Wintersport gehört hierzulande einfach dazu. Doch jedes Jahr endet der Pistenspaß für Tausende mit Verletzungen und ungeplanten Kosten.

Laut aktuellen Zahlen verletzen sich in Österreich jährlich rund 23.000 Skifahrerinnen und Skifahrer sowie etwa 4.000 Snowboarderinnen und Snowboarder. Die Tendenz ist leicht steigend – trotz moderner Ausrüstung und gut gesicherter Pisten.

Skifahren bleibt ein Risikosport – auch für Geübte

Skifahren zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten, aber auch zu jenen mit den meisten Freizeitunfällen. Oft reicht ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – und aus einem entspannten Skitag wird ein Einsatz für Rettung, Arzt oder sogar den Notarzthubschrauber.

  • Allein in der Wintersaison 2023/24 wurden in Österreich über 7.500 alpine Unfälle registriert.
  • Rund 70 % davon ereigneten sich auf gesicherten Pisten – also genau dort, wo sich viele in vermeintlicher Sicherheit wiegen.
  • Typische Unfallursachen sind zu hohe Geschwindigkeit, überfüllte Abfahrten, Müdigkeit (vor allem am Nachmittag) sowie Selbstüberschätzung.
  • Davon sind nicht nur Anfänger betroffen – auch erfahrene Skifahrerinnen und Skifahrer unterschätzen das Risiko immer wieder.

Warum die gesetzliche Absicherung oft nicht ausreicht

Viele gehen davon aus, dass bei einem Skiunfall ohnehin „alles über die Krankenkasse läuft“. Das stimmt jedoch nur teilweise. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zwar die medizinische Grundversorgung, nicht aber alle zusätzlichen Kosten, die gerade im alpinen Gelände rasch entstehen können.

Dazu zählen unter anderem:

  • Bergungs- und Rettungskosten
  • Hubschraubereinsätze (ein einzelner Einsatz kann schnell mehrere tausend Euro kosten)
  • Aufwendige Transporte
  • Folgekosten wie Rehabilitation oder Umbauten

Diese Beträge müssen ohne entsprechende Absicherung oft selbst getragen werden.

Welche Versicherungen auf der Piste wirklich schützen

Ein sinnvoller Versicherungsschutz im Wintersport besteht meist aus mehreren Bausteinen:

  • Private Unfallversicherung: Sie leistet bei Freizeitunfällen wie beim Skifahren und unterstützt finanziell bei dauerhaften Beeinträchtigungen (Invalidität), längeren Rehabilitationsphasen, Bergungs- und Rettungskosten sowie Rücktransporten.
  • Private Haftpflichtversicherung: Wer auf der Piste mit anderen kollidiert und dabei Personen verletzt oder fremdes Eigentum beschädigt, haftet dafür – auch ohne Absicht. Gerade bei Personenschäden können sehr hohe Schadenersatzforderungen entstehen.

Gerade bei Skiurlauben oder häufigen Pistentagen lohnt es sich, den bestehenden Versicherungsschutz genau zu prüfen und mögliche Deckungslücken rechtzeitig zu schließen.

Typische Unfallursachen – und wie man sie reduziert

Unfälle entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Häufig kommen mehrere Umstände zusammen:

  • Nachlassende Kondition im Tagesverlauf
  • Schlechte Sicht oder wechselnde Pistenverhältnisse
  • Vereiste oder überfüllte Abfahrten

Statistiken zeigen: Die meisten Unfälle passieren am späten Vormittag und frühen Nachmittag, wenn Konzentration und Kraft nachlassen. Das Unfallrisiko lässt sich deutlich senken durch:

  1. Regelmäßige Pausen
  2. Angepasstes Tempo
  3. Gut gewartete Ausrüstung
  4. Tragen eines Helms

Gut vorbereitet fährt es sich entspannter

Wintersport wird auch in Zukunft ein Risikosport bleiben – daran ändern selbst moderne Technik und perfekte Infrastruktur nichts. Vorsicht auf der Piste ist unerlässlich, doch auch die beste Vorbereitung schützt nicht vor jedem Unfall.

Eine passende Versicherung ersetzt keine Umsicht, sorgt aber dafür, dass ein Sturz oder Zusammenstoß nicht zur finanziellen Belastung wird. Besonders für Familien, sportlich Aktive und alle, die regelmäßig auf der Piste unterwegs sind, empfiehlt es sich, den eigenen Versicherungsschutz rechtzeitig vor der Skisaison zu überprüfen.


Quellen: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), Statistik Austria